Beteiligte Sammlungen:

NÖ Landesarchiv und Landesbibliothek, Topographische Sammlung:

Die Topographische Sammlung dieses Hauses umfaßt vorwiegend Ortsansichten vom frühen 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Es handelt sich fast ausschließlich um Papierarbeiten, allerdings nicht nur um Zeichnungen, Aquarelle und druckgraphische Blätter, sondern ebenso um Originalfotos, Ansichtskarten, Drucke nach Originalen und auf Digitalisaten basierende Ausdrucke. Die über 24.000 in Mappen aufbewahrten Ansichten sind bereits digitalisiert und katalogmäßig erfaßt, die zu Niederösterreich zählenden Kernbestände somit via Internet abfragbar. Dazu kommen noch fast 60.000 Ansichtskarten, die laufend in den Katalog eingearbeitet werden.

Die einer bildlichen Dokumentation niederösterreichischer Ortschaften, Bauten und Kunstwerke dienliche Sammlung stellt einen wichtigen Forschungsbehelf zu landeskundlichen und neuerdings vermehrt kulturwissenschaftlichen Fragestellungen dar. Auf ihrer Grundlage werden Informationen erteilt, Ausstellungen veranstaltet und zahlreiche Publikationen vom Fachaufsatz bis hin zum wissenschaftlich fundierten Bildband erarbeitet.

Ansprechperson:

Mag. Dr. Ralph Andraschek-Holzer

NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek

Landhausplatz 1 (Haus Kulturbezirk 3)

3109 St. Pölten

Tel.: (+43) 2742 9005 12845

ralph.andraschek@noel.gv.at


Diözesanarchiv St. Pölten

Die Diözese St. Pölten umfasst den westlichen Teil Niederösterreichs, also das Mostviertel und das Waldviertel. Diese Regionen bilden auch den geographischen Schwerpunkt der Topographische Sammlung des Diözesanarchivs St. Pölten, welche derzeit ca. 6.000 Ortsansichten beinhaltet. Es handelt sich hierbei vor allem um Ansichtskarten und Fotos vom Ende des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Die Sammlung setzt sich aus einem Altbestand des Diözesanarchivs St. Pölten, topographischen Ansichten aus Pfarrarchiven und Nachlässen von Geistlichen zusammen. Der Schwerpunkt liegt daher bei kirchlichen Motiven wie Kirchen und Kapellen sowie deren Innenansichten. Die topographische Sammlung wurde bereits vollständig digitalisiert und katalogisiert.

Ansprechperson:

Mag. Karl Kollermann

Diözesanarchiv St. Pölten

Klostergasse 10

3100 St. Pölten

Tel.: (+43) 2742 324 329

k.kollermann@kirche.at

Grafische Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen

Unter den umfangreichen Beständen, die in der Grafischen Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen verwahrt werden,  bilden die historischen oberösterreichischen Ortsansichten einen wesentlichen Teil. Diese kunst- und kulturhistorisch bedeutende Sammlung weist derzeit einen Bestand von rund 6000 Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken auf. Die frühesten Blätter stammen aus dem 17. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt der Sammlung auf Blättern des 19. und 20. Jahrhunderts liegt. Von beinahe allen oberösterreichischen Orten und Plätzen sind Ansichten vorhanden, die mehr oder weniger naturgetreu die verschiedenen Landschaften, Siedlungen und Bauten Oberösterreichs wiedergeben. Alle Ansichten sind bereits digitalisiert, in einer Bilddatenbank erfasst und unter der Internetadresse www.ortsansichten.at für jedermann zugänglich. Das historisch-topografisch aufschlussreiche Bildmaterial kann so einer breiten Interessentengruppe für bau- und kunstgeschichtliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt, aber auch für Ausstellungen und Buchprojekte gezielt angefordert und eingesetzt werden. 

Informationen zu Leihverkehr und Bildrechten unter:

http://www.landesmuseum.at/leihverkehr-bildrechte/

Ansprechperson:

Mag. Sabine Sobotka

Oberösterreichisches Landesmuseum

Grafische Sammlung

Museumstraße 14

4010 Linz

Österreich

Tel.: (043) 732 7720-52238

s.sobotka@landesmuseum.at

Recherche:http://www.landesmuseum.at/landesgalerie/sammlungen/grafische-sammlung/

MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung:

Die MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung verwahrt einen umfangreichen Bestand an Ortsansichten vom 15. bis 19. Jahrhundert. Es handelt sich um Zeichnungen, Druckgrafik und Fotografien. Angefangen von den Abbildungen in der Schedelschen Weltchronik von 1493, über Werke von Abraham Ortelius des 16. Jahrhunderts, frühe Industriebauten in der Familienchronik der Khevenhüller bis zur Reisedokumentation Wilhelm Burgers von seiner Expetition nach Siam, China und Japan. Dieser bisher digital noch nicht erfasste Bestand wird das Projekt um Veduten, Architekturen und ihre Details sowie Inneneinrichtungen bereichern.

Ansprechperson:

Mag. Kathrin Pokorny-Nagel MSc

MAK-Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

Stubenring 5

1010 Wien

Tel.: (+43) 1 71136 250

pokorny-nagel@mak.at

www.mak.at

Österreichische Nationalbibliothek, Kartensammlung und Globenmuseum:

Die Kartensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek wurde 1905 als selbständige, der Direktion der Hofbibliothek unterstellte Spezialsammlung für Geographie gegründet. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, alte und moderne Karten, Pläne, Atlanten, Globen, geographisch-topographische Ansichten (Städte- und Landschaftsbilder), topographische Reliefs sowie die geographische und kartographische Fachliteratur zu sammeln, zu erschließen und den Bibliotheksbenützerinnen und --benützern zugänglich zu machen.

Da bei alten kartographischen Objekten eine exakte Trennung zwischen bildlicher und kartographischer Darstellung oft nicht beabsichtigt war und daher auch heute kaum möglich ist, begann in der Zwischenkriegszeit der planmäßige Aufbau einer Sammlung geographisch-topographischer Ansichten, an der Kartensammlung, die durch die Übernahme der „Vues“ aus der von Kaiser Franz I. von Österreich begründete Familien-Fideikommiss-Bibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen und aus der Sammlung Alberts von Sachsen-Teschen eine markante Bereicherung erfuhr.

Heute befinden sich etwa 43.500 derartiger Ansichten im Bestand der Kartensammlung und zusätzlich ca. 800 000 Ansichtskarten mit topographischen Motiven aus aller Welt.

Die zum Teil sehr wertvollen geographisch-topographischen Ansichten reichen zeitlich vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart ― Handzeichnungen, Kupferstiche, Holzschnitte, Lithographien etc. Wiedergegeben sind Motive aus der ganzen Welt, wenn auch erwartungsgemäß Motive der Donaumonarchie am häufigsten vertreten sind.

Eines der bedeutsamsten Objekte stellt eine Ansicht von Neu-Amsterdam aus der Mitte des 17. Jahrhunderts dar ― sie gilt als die älteste originäre Darstellung New Yorks. Hervorzuheben sind darüber hinaus eine mehr als 350 Blätter umfassende Sammlung handgezeichneter Veduten böhmischer Städte, Schlösser und Burgen, die der Königgrätzer Kanoniker Johann Venuto (1746-1833) schuf sowie 55, zwischen 1847 und 1849 angefertigte Ölskizzen auf Papier von Jakob Alt (1789-1857), welche Motive der Donau von Engelhartszell bis Wien wiedergeben, zahlreiche Aquarelle und Skizzen von Josef Selleny (1824-1875), die während der Reiseexpedition des Erzherzogs Ferdinand Max 1859/60 in die Neue Welt gezeichnet und gemalt wurden, die zwischen 1869 und 1874 von Julius von Payer (1841-1915) in Zusammenhang mit der österreichisch-ungarischen Polarexpedition „Tegetthoff“ geschaffenen Skizzen aus Grönland und vom Franz-Josefs-Land sowie die zahlreichen Bleistiftzeichnungen Tiroler Burgen und Schlösser von Johanna von Isser (1802-1880) und ihrem Sohn Welf (1833-1897).

75.000 digitalisierte und georeferenzierte Ansichtskarten mit topographischen Bildmotiven sind über das Online-Ansichtskartenportal der Österreichischen Nationalbibliothek (AKON) recherchierbar.

http://akon.onb.ac.at/

Ansprechperson:

Mag. Jan Mokre

Österreichische Nationalbibliothek

Kartensammlung und Globenmuseum

Josefsplatz 1

1015 Wien

Tel: (+43 1) 53410/298

Fax: (+43 1) 53410319

E-mail: jan.mokre@onb.ac.at

Wien Museum, Sammlungsbereich Topografie und Stadtentwicklung:

Die topografische Sammlung des Wien Museums dokumentiert die Veränderung der Stadtgestalt und der Baukultur in den letzten rund 500 Jahren. Neben topografischen und architekturhistorischen Informationen bietet der umfangreiche Bestand an Grafiken, Gemälden, Fotografien, Ansichtskarten, Stadtplänen und Modellen auch Einblicke in das Leben im öffentlichen Raum und in zeitgenössische Wahrnehmungsweisen der Stadt. Geordnet ist die Sammlung in erster Linie nach Adressen, teilweise aber auch nach thematischen und medialen Kriterien. Mit Ende 2020 sollen erstmals auch größere ausgewählte Bestände aus der Sammlung auch online abrufbar sein. Verstärkt werden derzeit Ortsansichten einerseits aus der Zeit nach Mitte des 20. Jahrhunderts und andererseits aus den Randzonen der Stadt gesammelt. Gesammelt wird dabei nicht nach dem Prinzip der Vollständigkeit, sondern nach Repräsentativität und Signifikanz.

Die grafische Sammlung an Gesamt- und Detailansichten umfasst rund 25.000 Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und Gemälde. Dabei überwiegen Werke vom 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Unter den rund 100.000 Fotografien des Wien Museums liegt der Schwerpunkt in der Architektur- und Stadtfotografie um 1900 (u.a. Michael Frankenstein, Franz Holluber, Josef Mutterer, Moritz Nähr, Bruno Reiffenstein und Anton Karl Schuster). Die topographische Sammlung beinhaltet auch rund 15.500 Ansichtskarten mit Wien-Motiven (sowie ca. 5.000 „Fremde Orte“), wobei der Schwerpunkt derzeit noch auf den inneren Bezirken und auf der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg liegt. Der Sammlungsbereich Kartografie umfasst mehr als 6.000 Gesamt- und Bezirkspläne aus der Zeit vom 15. bis zur Gegenwart. Mehrere bedeutende Zeugnisse aus der Frühphase der Wiener Kartografie und Stadtdarstellung werden hier aufbewahrt: so die einzige erhaltene Kopie des ältesten bekannten Stadtplans von Wien – des so genannten „Albertinischen Plans“ (Original um 1421/22). Zu den weiteren Raritäten gehört eine Rundansicht der Stadt zur Zeit der ersten Türkenbelagerung (1529) von Niklas Meldemann oder die beiden Grundrißpläne von Augustin Hirschvogel und Bonifaz Wolmuet von 1547, Ergebnis der ersten geometrischen Aufnahme der Stadt. Seit kurzem verwahrt das Wien Museum als Dauerleihgabe auch eines der wenigen erhaltenen Exemplare der Hoefnagelschen Stadtansicht und Vogelschau von 1609.

Ansprechpersonen:

Dr. Sándor Békési

Tel.: (+43-1) 505 87 47-84036

Fax: (+43-1) 505 87 47-7201

E-Mail: sandor.bekesi@wienmuseum.at

Mag. Susanne Winkler

Tel.: (+43-1) 505 87 47-84043

Fax: (+43-1) 505 87 47-7201

E-Mail: susanne.winkler@wienmuseum.at

Stadtarchiv und Musealverein Waidhofen an der Ybbs

Das Archiv der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs  verwaltet die topographische Sammlung der Stadt und des Musealvereins, der 1905 gegründet wurde. Die Sammlung des Vereins besteht dabei sowohl aus gemalten Stadtansichten als auch aus einem Pool von ca. 10.800 Ansichtskarten mit Motiven aus der Region und ist bereits digitalisiert.

Die Fotosammlung der Lichtbildstelle des Magistrats  und verschiedener privater Fotografen dokumentiert in erster Linie bauliche Veränderungen und Stadtansichten aus der jüngsten Vergangenheit. Sie ist bereits digitalisiert und als inhaltliche Datensätze über www.Findbuch.net  abrufbar.

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Ansprechperson:

Mag. Gudrun Huemer

Stadtarchiv/Musealverein Waidhofen /Ybbs

Schlossweg 2

3340 Waidhofen an der Ybbs

Tel.: (+43) 7442/ 511-452

Fax.: (+43) 7442/ 511-259

E-mail: gudrun.huemer@waidhofen.at