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Turmbau zu Babel

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Das Interesse den Turm zu Babel und vor allem seine Errichtung darzustellen, entwickelte sich vereinzelt seit dem 6. Jahrhundert und zunehmend ab dem 12. Jahrhundert, wobei der Bau bis dahin noch sehr vereinfacht gezeigt wurde.

Turmbau zu Babel
Turmbau zu Babel

Eine immer detailliertere Formulierung der Bautätigkeit entwickelte sich circa seit 1400 und ermöglicht so eine Rekonstruktion der Bautechnik und der handwerklichen Vorgänge der jeweiligen Zeit. Doch auch schon bei mittelalterlichen Darstellungen wurden zeitgenössische Werkzeuge, wie beispielsweise die Hebezange, abgebildet.

Als Quelle für die Gemälde diente die Bibel, genauer das 1.Buch Moses (Gn 11, 1-9), welche den Turmbau zu Babel und seine Folgen, die Verwirrung der Sprachen, beschreibt. Das Thema ist vor allem seit Mitte des 16. Jahrhundert in den Niederlanden sehr beliebt und entwickelte sich losgelöst von Bibelzyklen zu einem autonomen Bildinhalt.

Die Bilder aus dem Kulturpool, die sich mit der Darstellung des Turmbaus zu Babel beschäftigen stammen einerseits aus dem Institut für Realienkunde und andererseits aus dem KHM und geben beispielhaft einen Überblick über die Entwicklung des Themas.

Turmbau zu Babel
Turmbau zu Babel

Die Miniaturen des Realienkundemuseums zeigen mittelalterliche Darstellungen aus der Buchmalerei, die sich vorwiegend mit der Erbauung des Turmes beschäftigen, welcher in seiner Form und Gestaltung sehr an zeitgenössische Stadt- und Wehrtürme erinnert. Die Bautätigkeit ist noch nicht weit fortgeschritten und zeigt nichts von der Monumentalität, die der Babelturm im späteren Verlauf beinhaltet.

Dass es sich bei den Bildern dennoch um die Erbauung des Babelturmes handelt zeigen Details wie die Darstellung Gottvaters oder aber auch des Herrschers Nimrod [1], der als Erbauer des Turmes gilt.

Die Gemälde des Kunsthistorischen Museums verdeutlichen die Steigerung hin zu einer monumentalen Darstellung des Turmes, der in eine zeitgenössische städtische Umgebung eingebettet wurde.
Das Gemälde des Künstlers Pieter Bruegel d.Ä. gilt als das bedeutendste und einflussreichste niederländischen Gemälde zum Thema "Turmbau zu Babel".

Die Gemälde des Kunsthistorischen Museums verdeutlichen die Steigerung hin zu einer monumentalen Darstellung des Turmes, der in eine zeitgenössische städtische Umgebung eingebettet wurde.
Das Gemälde des Künstlers Pieter Bruegel d.Ä. gilt als das bedeutendste und einflussreichste niederländischen Gemälde zum Thema "Turmbau zu Babel".

Das Hinzufügen einer Szene, die König Nimrod, der als Gründer Babylons und wie vorhin schon erwähnt als Erbauer des Babelturmes gilt, samt Gefolge zeigt, ist in der Niederländischen Malerei seit Pieter Bruegel d.Ä. typisch.
In der steinernen Außenhülle vermischt er antike und romanische Architekturelemente.
Eines der Werke, die die Komposition Bruegels aufgreift ist jenes von Frederik I. van Valckenborch.

Dieser zeigt in seinem großformatigen Gemälde zwar eine andere Dimension des Turmes, orientiert sich aber im dreiteiligen Aufbau der Komposition sehr stark an Bruegel. Im Vordergrund, auf einem Plateau, befindet sich Nimrod mit seinem Gefolge, durch eine Überleitung durch Rampen wird der Blick des Betrachters auf den Turm im Mittelgrund gelenkt. Der verblaute Hintergrund bettet den Turm in eine städtische Landschaft ein.

In den Niederlanden entwickelte sich der Turmbau zu Babel zu einem beliebten Thema und es entstanden bis Mitte des 17. Jahrhundert eine Vielzahl von Kabinettbildern.

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