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Reichsinsignien

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Die Insignien, Kleinodien und Reliquien des Heiligen Römischen Reiches [1], welches bis 1806 andauerte, werden heute in der weltlichen Schatzkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien aufbewahrt und ausgestellt. Diese Sammlung weltlich-geistlicher Kultgegenstände ist der einzige fast vollständige erhaltene Kronschatz aus dem Mittelalter.

Das Heilige Römische Reich bezeichnet den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaisers vom Mittelalter bis zum Jahr 1806. Die Reichsinsignien waren Zeichen der Herrschaft des Römischen Kaisers und Deutschen Königs. Dazu gehören als wichtigste Gegenstände die Reichskrone, der Reichsapfel, das Reichskreuz, die Heilige Lanze, das Reichschwert und die Teile des Krönungsornats.

Bis in das 15. Jahrhundert gab es im Heiligen Römischen Reich keine Haupt- und Residenzstadt und somit hatten die Reichsinsignien keinen festen Aufbewahrungsort. Zeitweise begleiteten sie den Herrscher sogar auf dessen Reisen durch das Reich. Meistens verwahrten allerdings die Kaiser den Insignienschatz in befestigten Bauten, wie beispielsweise der Benediktinerabtei Limburg, der Kaiserpfalz Goslar, der Burg Trifels, dem Alten Hof in München oder dem Prager Veitsdom.

Im Jahr 1424 wurden der größte Teil der Reichskleinodien nach Nürnberg gebracht, ein kleinerer Teil befand sich in Aachen. Sie verließen ihre Aufbewahrungsorte nur für Krönungszeremonien und zu Reichstagen.
Um die Reichsinsignien vor den französischen Truppen in Sicherheit zu bringen, verließen sie 1794 Aachen und 1796 Nürnberg und kamen nach einigen Zwischenstationen um 1800 in Wien an. Somit waren die Nürnberger Kleinodien und Aachener Kleinodien vereint. Nachdem 1806 der Kaiser Franz II. die Krone niedergelegt hatte und so das Heilige Römische Reich aufgelöst wurde, versuchten Nürnberg und Aachen die Rückführung der Kleinodien zu bewirken. Diese verblieben jedoch bis heute, abgesehen von weiteren Sicherstellungen vor Napoleon 1805 – 1809 und in der Zeit zwischen 1938-1946, in der Wien.

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