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Paul Pretsch

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Paul Pretsch wurde 1808 in Wien geboren und beschäftigte sich früh mit Fotografie und Galvanoplastik. Er arbeitete ab 1842 als Setzer und Korrektor in der Hof- und Staatsdruckerei. 1851 vertrat er die Hof- und Staatsdruckerei Österreich auf der Weltausstellung in London mit eigenen Fotografien.
1854 gab Pretsch seine Stellung in der Staatsdruckerei auf und übersiedelte nach London, wo er seine "Photogalvanographie", ein Verfahren zur Erzeugung von Kupfer-Druckplatten, patentieren ließ. Diese Technik erlaubte es, von Photographien mit chemischen Mitteln eine Druckplatte herzustellen, mit der Halbtöne reproduziert werden konnten. Für dieses Verfahren überzog Pretsch eine Glasplatte mit einer Photogelatineschicht, ließ sie trocknen und belichtete sie. Von der so entstehenden äußerst empfindlichen und zum Druck ungeeigneten Reliefschicht wurde eine galvanoplastische Kopie in Kupfer abgeformt. Auf diese Weise erzielte Pretsch mechanisch widerstandsfähige Metallplatten für Tief- und Hochdruck. Das Verfahren war schwierig und zeitaufwendig, lieferte aber, wie die zahlreichen erhaltenen Drucke beweisen, sehr gute Ergebnisse. Er druckte vielfach Reproduktionen von Naturaufnahmen und Kunstblättern.
Paul Pretsch gründete 1856 in England die „Photo-Galvano-Graphic Company" mit Roger Fenton als Chefphotographen. 1856/57 erschienen sechs Folgen der Serie "Photographic Art Treasures", das früheste auf fotomechanischem Weg hergestellte Illustrationsdruckwerk.
1862 nahm er abermals an der Londoner Weltausstellung mit eigenen Fotografien teil.
Im Jahre 1863 kehrte Pretsch nach Wien zurück, wo er seine frühere Tätigkeit in der Hof- und Staatsdruckerei wieder aufnahm. Am 28.8.1873 starb Paul Pretsch in Wien an der Cholera. Pretschs Erfindung der Photogalvanographie stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Halbtonreproduktion dar.

York Minster
York Minster

Die Fotografie "York Minster" von Roger Fenton wurde im Oktober 1956 in "Photographic Art Treasures" publiziert.

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