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Oskar Kokoschka

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Oskar Kokoschka
Oskar Kokoschka

Der österreichische Maler, Grafiker und Schriftsteller Oskar Kokoschka wurde am 1. März 1886 in Pöchlarn Niederösterreich geboren.
Er zählt mit Egon Schiele, Richard Gerstl und Max Oppenheimer zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus in Österreich.
1887 zog die Familie nach Wien um und Kokoschka besuchte zunächst die k.k. Staatsrealschule in Währing, dem 18. Wiener Gemeindebezirk. Seine frühesten noch erhaltenen Zeichnungen und Aquarelle stammen aus seiner Schulzeit.

Von 1905 bis 1910 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, wo auch Carl Otto Czeschka, der wichtigste Gestalter der Wiener Werkstätte, sein Lehrer war. Ab 1907 ist Kokoschka für die eben erwähnte Wiener Werkstätte

Bei seinem Aufenthalt 1910 in Berlin lernt er Herwarth Walden, den Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift „Der Sturm“ kennen, für den er Zeichnungen und Texte macht.

1916 zieht Kokoschka nach Dresden, wo er von 1919 – 1924 an der Kunstakademie als Professor tätig ist. Nach seinem Ausscheiden aus der Akademie unternimmt er ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten, während der er zahlreiche Stadtportraits und Landschaftsbilder schuf. 1931 kehrt Kokoschka wieder nach Wien zurück, wo er einige Ausstellungen hat. Während der nächsten drei Jahre hält sich Kokoschka immer wieder für längere Zeit in Paris auf, um dort seine Werke auszustellen.

Schale
Schale

1934 flieht er, aufgrund der politischen Ereignisse in Deutschland und Österreich, nach Prag, von wo aus er 1938 nach London emigrierte.

Die Nationalsozialisten nannten seine Kunst „entartet“, entfernten 417 Werke Kokoschkas aus deutschen Museen und vernichteten sie zum Teil. Als Zeitzeugnis dient eine Fotografie vom Juli 1938, das ein Bild Kokoschkas zeigt, das von der Gestapo in vier Teile zerrissen wurde. Aufgenommen wurde die Fotografie während einer Ausstellung in den Burlington Galleries, wo mehr als 300 deutsche Künstler ausgestellt wurden, die in Deutschland als „entartet“ galten.

Ausstellung deutscher Kunst in London
Ausstellung deutscher Kunst in London

1949 portraitiert Kokoschka Theodor Körner, der 1945-1951 Bürgermeister von Wien und 1951 – 1957 österreichischer Bundespräsident war. Das Portrait befindet sich heute im Lentos Kunstmuseum in Linz.

1953 gründet er gemeinsam mit dem österreichischen Kunsthändler und Verleger Friedrich Welz in Salzburg „Die Schule des Sehens“ als internationale Sommerakademie für bildende Kunst und lässt sich in schweizerischen Villeneuve am Genfer See nieder. Zahlreiche Reisen führen ihn durch Europa und Amerika.

1956 malt Oskar Kokoschka die Wiener Staatsoper, die im Oktober 1955 wiedereröffnet worden war. Das Gemälde befindet sich heute im Belvedere.

1958 wird eine große Retrospektive in München, Wien und Den Haag gezeigt. Anlässlich seines 80., 85. und 90. Geburtstages finden zahlreiche Sonderausstellungen und Ehrungen in aller Welt statt.

Am 22. Februar 1980 stirbt Oskar Kokoschka in Montreux in der Schweiz. Nach seinem Tod wurde der Oskar-Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst etabliert.

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