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Im Digitalen Zeitungslesesaal

Anlass
100.Jahrestag der Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand

Rechtzeitig zum 100. Jahrestag des Attentates auf den Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo geht die Volltext-Suche im Digitalen Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek bei Zeitungen aus den Jahren 1914 bis 1918 online. Somit können jetzt auch digitalisierte Zeitungen, Extraausgaben und Verlustlisten aus dem Ersten Weltkrieg auf Namen, Orte und Stichworte durchsucht werden. Über 810.000 Seiten stehen als wichtige Primärquelle zum „Großen Krieg“ für die zielgenaue Recherche zur Verfügung – kostenlos, weltweit und rund um die Uhr.

Unter den rd. 70.000 digitalisierten Zeitungsausgaben samt Extraausgaben und Verlustlisten befinden sich so bekannte Medien wie die „Arbeiter Zeitung“, die „Wiener Zeitung“, die „Neue Freie Presse“ oder die „Reichspost“. Aber auch zahlreiche tschechische, polnische, slowenische, ungarische und kroatische Zeitungen aus der zerfallenden Habsburgermonarchie können jetzt im Volltext durchsucht werden. Die Suchmaske ist frei zugänglich unter anno.onb.ac.at.


Die Ermordung des Thronfolgerpaares 1914 in Sarajewo: Titelseiten verschiedenerer Tageszeitungen (Österreichische Nationalbibliothek)

Unabhängig davon bietet das Bildarchiv der ÖNB eine umfassende Dokumentation der Kriegsereignisse zum Ersten Weltkrieg. Auch diese Objekte (Plakate, Flugblätter, Postkarten, Extrablätter, Kinderzeichnungen und Schulaufsätze, Vivatbänder, Brief- und Verschlussmarken etc.) sind zum Teil schon digitalisiert.

Insgesamt sind von den historischen Zeitungen aus den Jahren 1568 bis 1943 bereits über 12,5 Millionen Seiten online; ein Service, der täglich von rd. 2.500 LeserInnen genutzt wird, da insbesondere Zeitungen neben der internationalen auch die regionale und lokale Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaftsfragen dokumentieren.

Mit der Digitalisierung wird nicht nur die Zugänglichkeit für breiten Bevölkerungsschichten, Schüler, Studenten und Wissenschafter verbessert, da nun ortsunabhängig und vom Schreibtisch aus nach Beiträgen und Ereignissen gesucht werden kann; auch aus archivarischer Perspektive bietet die Digitalisierung große Vorteile. Denn gerade Zeitungen mit ihren Großformaten und dem brüchigen Papier sind bei der analogen Nutzung starker physischer Belastung ausgesetzt.

Kurz vor dem Attentat: Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie verlassen den Zug in Sarajewo (links) und und besteigen das Auto, in dem sie die tötlichen Schüsse treffen werden (rechts)

Die Digitalisierung bietet aber noch einen weiteren unschätzbaren Vorteil für die Nutzer: Da kaum eine Bibliothek lückenlose Ausgaben alter Zeitungen besitzt, bietet sich durch die Digitalisierung erstmals die Möglichkeit durch das Nachscannen aus Exemplaren einer anderen Bibliothek virtuell vollständige Ausgaben und Jahrgänge zu erzeugen.

Recherchen auch deutlich einfacher und schneller: Man kann online einen Zeitungstitel oder ein bestimmtes Datum auswählen, die einzelnen Ausgaben ansehen, von Seite zu Seite vor- und zurückblättern, zur nächsten Ausgabe springen oder gleich ein neues Datum wählen. Man muss nicht wissen, welche Zeitung an einem bestimmten Tag erschienen ist, sondern wählt das Datum und es wird angezeigt, welche Zeitungen von diesem Tag schon gescannt vorliegen. So lassen sich vom Schreibtisch oder Sofa aus spannende Reisen in die Vergangenheit unternehmen.