(Suche nach Tags: z.B. <Highlight>)

Vorheriger Monat June 2013 Nächster Monat
So Mo Di Mi Do Fr Sa
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30            


$kupoThemeUtils.getFormatedBlogPostDate($action.nextPost.creationDate)



$kupoThemeUtils.getFormatedBlogPostDate($action.previousPost.creationDate)


$kupoThemeUtils.getFormatedBlogPostDate($blog.creationDate) um $kupoThemeUtils.getFormatedBlogPostTime($blog.creationDate) von Kulturpool Redaktion

The Origin of Creatures

Anlass
Ars Electronica Archiv neu im Kulturpool

In ihrer spezifischen Ausrichtung und langjährigen Kontinuität ist Ars Electronica eine weltweit einmalige Plattform für digitale Kunst und Medienkultur, die von vier Säulen getragen wird: einem avantgardistischem Festival, einem Wettbewerb mit Best-of-Charakter, einem Museum mit Bildungsauftrag und einem Medienkunstlabor, das Kompetenzen aus Kunst, Design und Wissenschaft verbindet. Nun ist das Archiv der Ars Electronica auch an den Kulturpool, das zentrale Übersichts- und Suchportal des digitalen österreichischen Kulturerbes, angebunden, das einen übergreifenden Zugang zu den digitalisierten Beständen Österreichischer Museen, Bibliotheken und Archiven ermöglicht.

"The Origin of Creatures" (2010) Floris Kaayk (Ars Electronica Archiv)

Eines der ersten 180 an den Kulturpool angebundenen Werke aus dem Ars Electronica Archiv ist Floris Kaayks Animationsfilm „The Origin of Creatures“ (2010), der auch mit dem Prix Ars Electronica, einem der weltweit bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich elektronischer und interaktiver Kunst, ausgezeichnet wurde. Kaayks Kurzfilm, der sich durch eine virtuose Verbindung von avancierter 3-D-Computergrafik und atemberaubender Kameraführung auszeichnet, nimmt inhaltlich sowohl auf die alttestamentarische Geschichte vom Turmbau zu Babel Bezug als auch auf Charles Darwins bahnbrechendes Werk „Die Entstehung der Arten“ (1849).

Floris Kaayk (geb. 1982) bezeichnet seinen Film (http://www.youtube.com/watch?v=84Ln-5E29Vk) als eine „futuristischer Vision einer Welt nach einem apokalyptischem Disaster“. Die Protagonisten bestehen aus einzelnen und wieder in neuen Kombinationen zusammengesetzten menschlichen Körperteilen, die aus den Ruinen einer völlig zerstörten Stadt ameisenartig ein imposantes, gen Himmel strebendes Bauwerk errichten, damit die Königin genug Sonnenlicht bekommt, um weitere Körperteile zu gebären und die Kolonie der postapokalyptischen Kreaturen zu vergrößern.

"Turmbau zu Babel"(1563) Pieter Bruegel d. Ä. (Kunsthistorisches Museum)

Am Ende ereilt dem Bauwerk ein ähnliches Schicksal wie dem Turm zu Babel, der in der Kunst schon seit Jahrhunderten das Symbol menschlicher Hybris ist. Häufig dargestellt ist besonders Pieter Bruegels d.Ä. „Wiener Version“ aus dem Jahr 1563 in die Kunstgeschichte eingegangen. Das sich im Besitz des Kunsthistorischen Museums befindende Gemälde gilt als Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen und der Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens, es Gott als Schöpfer gleichzutun. Zwar scheint der Bau zu gelingen, aber er neigt sich leicht zur Stadt hin. Wenig deutet darauf hin, dass dieses Bauwerk von Dauer ist ...