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Donnerstag, 3. März 2011



Montag, 21. März 2011


Dienstag, 1. März 2011 um 14:33:42 von Kulturpool Redaktion

Oskar Kokoschka

Anlass
125. Geburtstag
Smartwork Oskar Kokoschka

Oskar Kokoschka

Der österreichische Maler, Grafiker und Schriftsteller Oskar Kokoschka wurde am 1. März 1886 in Pöchlarn Niederösterreich geboren.
Er zählt mit Egon Schiele, Richard Gerstl und Max Oppenheimer zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus in Österreich.
1887 zog die Familie nach Wien um und Kokoschka besuchte zunächst die k.k. Staatsrealschule in Währing, dem 18. Wiener Gemeindebezirk. Seine frühesten noch erhaltenen Zeichnungen und Aquarelle stammen aus seiner Schulzeit.

Von 1905 bis 1910 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, wo auch Carl Otto Czeschka, der wichtigste Gestalter der Wiener Werkstätte, sein Lehrer war. Ab 1907 ist Kokoschka für die eben erwähnte Wiener Werkstätte

Bei seinem Aufenthalt 1910 in Berlin lernt er Herwarth Walden, den Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift „Der Sturm“ kennen, für den er Zeichnungen und Texte macht.

1916 zieht Kokoschka nach Dresden, wo er von 1919 – 1924 an der Kunstakademie als Professor tätig ist. Nach seinem Ausscheiden aus der Akademie unternimmt er ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten, während der er zahlreiche Stadtportraits und Landschaftsbilder schuf. 1931 kehrt Kokoschka wieder nach Wien zurück, wo er einige Ausstellungen hat. Während der nächsten drei Jahre hält sich Kokoschka immer wieder für längere Zeit in Paris auf, um dort seine Werke auszustellen.

"Der Sturm" von Oskar Kokoschka

1934 flieht er, aufgrund der politischen Ereignisse in Deutschland und Österreich, nach Prag, von wo aus er 1938 nach London emigrierte.

Die Nationalsozialisten nannten seine Kunst „entartet“, entfernten 417 Werke Kokoschkas aus deutschen Museen und vernichteten sie zum Teil. Als Zeitzeugnis dient eine Fotografie vom Juli 1938, das ein Bild Kokoschkas zeigt, das von der Gestapo in vier Teile zerrissen wurde. Aufgenommen wurde die Fotografie während einer Ausstellung in den Burlington Galleries, wo mehr als 300 deutsche Künstler ausgestellt wurden, die in Deutschland als „entartet“ galten.

Ausstellung deutscher Kunst in London

1949 portraitiert Kokoschka Theodor Körner, der 1945-1951 Bürgermeister von Wien und 1951 – 1957 österreichischer Bundespräsident war. Das Portrait befindet sich heute im Lentos Kunstmuseum in Linz.

Oskar Kokoschka porträtiert Bürgermeister Körner Oskar Kokoschka portraitiert Bürgermeister Körner

1953 gründet er gemeinsam mit dem österreichischen Kunsthändler und Verleger Friedrich Welz in Salzburg „Die Schule des Sehens“ als internationale Sommerakademie für bildende Kunst und lässt sich in schweizerischen Villeneuve am Genfer See nieder. Zahlreiche Reisen führen ihn durch Europa und Amerika.

1956 malt Oskar Kokoschka die Wiener Staatsoper, die im Oktober 1955 wiedereröffnet worden war. Das Gemälde befindet sich heute im Belvedere.

Oskar Kokoschka malt die Wiener Staatsoper Kokoschka mit seinem Gemälde der Wiener Staatsoper

1958 wird eine große Retrospektive in München, Wien und Den Haag gezeigt. Anlässlich seines 80., 85. und 90. Geburtstages finden zahlreiche Sonderausstellungen und Ehrungen in aller Welt statt.

Ausstellungsplakat: Kokoschka zum 80. Geburtstag - Galerie Welz in Salzburg Sonderausstellung zum 80. Geburtstag - Staatsgalerie Stuttgart

Ausstellung: Galleria Viotti inTorino Austellung Oskar Kokoschka zum 85. Geburtstag - Österreichische Galerie im Oberen Belvedere

Ausstellung zum 90. Geburtstag - Residenz München Ausstellung Nationalgalerie Athen

Am 22. Februar 1980 stirbt Oskar Kokoschka in Montreux in der Schweiz. Nach seinem Tod wurde der Oskar-Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst etabliert.

Donnerstag, 3. März 2011 um 15:36:12 von Kulturpool Redaktion

Paul Wittgenstein

Anlass
50. Todestag
Smartwork Paul Wittgestein

Paul Wittgenstein wurde als Sohn des industriellen Karl Wittgenstein und seiner Frau Leopoldine am 11. Mai 1887 in Wien geboren. Sein Bruder, der Philosoph Ludwig Wittgenstein, kam zwei Jahre später zur Welt.
Paul Wittgenstein gilt als Virtuose im einhändigen Klavierspiel.
Das Elternhaus Wittgenstein hatte Verbindungen zu den wichtigsten Personen der Kulturszene des späten 19. Jahrhunderts.
Paul Wittgenstein studierte bei Malvine Bree und dem berühmten polischen Pianisten, Teodor Leszetycki, Klavier. Sein Konzertdebüt feierte Wittgenstein am 26. Juni 1913 im „Goldenen Saal“ des Wiener Musikvereins.

Paul Wittgenstein am Klavier Der Pianist Paul Wittgenstein

Zu Beginn des ersten Weltkrieges, im Sommer 1914, wurde er in die Armee eingezogen und bei einem Angriff so stark verwundet, dass ihm sein rechter Arm amputiert werden musste.
Schon Ende 1915 beschloss Wittgenstein seine Karriere, trotz Behinderung, fortzusetzen und konzentrierte sich auf eine Laufbahn als einarmiger Pianist. Er arrangierte selbst Werke Beethoven, Brahms, Chopin, Grieg, Haydn, Mendelssohn-Bartholdy, Meyerbeer, Mozart, Puccini, Schubert, Schumann und Wagner für die linke Hand.
Zusätzlich begann er Stücke bei namhaften zeitgenössischen Komponisten in Auftrag zu geben. So entstanden die Klavierkonzerte für die linke Hand von Sergej Prokofjew, Benjamin Britten, Richard Strauss, Erich Wolfgang Korngold und Franz Schmidt. 1929 komponierte der französische Komponist und Hauptvertreter des Impressionismus in der Musik, Maurice Ravel eigens für ihn ein Klavierkonzert für die linke Hand. Allerdings kam es 1932 nach der Uraufführung zum Bruch zwischen den Künstlern, da Wittgenstein die Komposition für die Aufführung wesentlich veränderte und Ravel diese Eigenmächtigkeit missbilligte.
Von 1931 bis 1938 leitete Wittgenstein am Neuen Wiener Konservatorium eine Klavierklasse. Obwohl Wittgensteins Großvater zum Protestantismus konvertiert war und der Vater Karl Wittgenstein seine Kinder streng römisch-katholisch erzogen hatte, galt die Familie im zweiten Weltkrieg als jüdisch und Paul Wittgenstein durfte keine öffentlichen Konzerte mehr geben und nicht mehr unterrichten. 1938 emigrierte er in die USA. Dort lebte Wittgenstein in der Nähe von New York City und unterrichtete Klavier.
1946 wurde er amerikanischer Staatsbürger.
Am 3. März 1961 starb Paul Wittgenstein in Manhasset, New York an Herzversagen.

Montag, 21. März 2011 um 13:34:42 von Kulturpool Redaktion

Goldhaube

Porträt mit Goldhaube (Fräulein Posch)

Die Goldhaube ist, eine zu Trachten gehörige, Frauenkopfbedeckung, die ursprünglich aus Leinen gefertigt wurde. Ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in die Mitte der 19. Jahrhunderts wurde sie von Bürgerfrauen getragen. Neben schwarzen Perl-, Tüll- und Florhauben waren die typischen Materialien Seiden- und Goldfäden. Weiters sind Gold- und Paillettenstickereien, Lahn und Flitter charakteristisch. Am bekanntesten ist die „Linzer Goldhaube“, die als Typ in Österreich weit verbreitet war.

Dame mit Linzer Goldhaube Schloss Greinburg Grein

Die Goldhaube steht bis heute für bürgerliche Wohlhabenheit und wird vor allem in Oberösterreich und in Salzburg wieder von Frauen an hohen kirchlichen Festtagen getragen.

Mittwoch, 30. März 2011 um 13:02:24 von Kulturpool Redaktion

Ganymed boarding - KHM

Anlass
Aufführungen im April

GANYMED BOARDING eröffnet neue Sichtweisen auf Alte Meister des Kunsthistorischen Museums.
WENN ES SOWEIT IST lädt sechzehn zeitgenössische AutorInnen ein, Texte über Meisterwerke der KHM-Gemäldegalerie zu schreiben. Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf inszenieren diese Texte mit sechzehn SchauspielerInnen und erwecken dadurch Bild und Betrachtung zum Leben. An sieben Mittwochabenden werden die BesucherInnen beim Rundgang durch die Gemäldegalerie in ein theatrales Zwischenreich gezogen und entscheiden selbst, wie lang sie auf der einen oder anderen Bühne verweilen. An jedem der sieben Abende werden alle Stücke zeitgleich und mehrmals hintereinander aufgeführt.

Weitere Aufführungen am 06.April, 13. April, 27. April 2011 von 19.00 bis 22.30 Uhr im Kunsthistorischen Museum Wien.

16 Bilder, 16 Texte, 16 SchauspielerInnen

Jacob van Ruisdal "Der große Wald"
Text: Peter Handke
"Der große Wald"
gespielt von Sven Philipp


Wolf Huber "Der Humanist Jacob Ziegler"
Text: Franz Schuh
"Humanismus, vergangen und präsent"
gespielt von Erni Mangold / Stefanie Dvorak


Lorenzo Lotto "Christus sein Blut spendend"
Text: Bodo Hell
"Erdenfrau"
gesprochen von Anne Bennent, gesunden von Martin Maier


Andrea Mantegna "Heilige Sebastian"
Text: Clemens Setz
"Der Tod besteht aus lauter Einzelzellen"
gespielt von Hans Dieter Knebel


Giovanni Battista Moroni "Der Bildhauer Alessandro Vittoria"
Text: Gerhild Steinbuch
"Was Schönes"
gespielt von Thiemo Strutzenberger


Hieronymus Bosch "Kreuztragung Christi"
Text: Angelika Reitzer
"Ein Kind seiner Zeit"
gespielt von Katrin Grumeth


Correggio "Entführung des Ganymed"
Text: Paulus Hochgatterer
"Ganymed boarding"
gespielt von Nikolaus Habjan

Tintoretto "Susanna im Bade"
Text: Karl-Markus Gauß
"Ein alter Mann beschwert sich"
gespielt von Bert Oberdorfer


Diego Velázquez "Infantin Margarita Teresa"
Text: Elfriede Jelinek
"Prinzessinnen! Brennendes Unterholz!"
gespielt von Anne Bennent / Doris Uhlich


Peter Paul Rubens "Das Pelzchen"
Text: Thomas Glavinic
"Nackt"
gespielt von Vivien Löschner


Jacobus Vrel "Frau am Fenster"
Text: Andrea Winkler
"Im Zimmer"
gespielt von Therese Affolter


Lukas Furtenagel "Der Maler Hans Burgkmair und seine Frau Anna"
Text: Walter Kappacher
"Spiegelbild"
gespielt von Joachim Bissmeier


Pieter Bruegel d.Ä. "Turmbau zu Babel"
Text: Marc von Henning
"Briefe an die Familie"
gespielt von Peter Wolf


Alonso Sánchez Coello "Infant Don Carlos"
Text: Juli Zeh
"Hinterm Zaun"
gespielt von David Oberkogler

Gerhard Roth "Aus dem mortalen Leben Sonnenbergs" gespielt von Martin Reinke

Cornelis Conrelisz van Haarlem "Kindermord zu Bethlehem"
Text: Ferdinand Schmatz "cornende" gespielt von Jaschka Lämmert