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Montag, 21. Februar 2011



Mittwoch, 9. Februar 2011


Mittwoch, 9. Februar 2011 um 13:11:03 von Kulturpool Redaktion

Raffaels ''Schule von Athen''

Anlass
Vollendung des Freskos vor 500 Jahren
Smartwork Raffaels "Schule von Athen

Das Fresko „Die Schule von Athen“ wurde von dem italienischen Maler der Hochrenaissance Raffael Santi im Auftrag von Papst Julius II. angefertigt. Das in den Stanzen della Segnatura des Vatikans befindliche Wandgemälde wurde 1511 vollendet.

Das Fresko zeigt eine Versammlung bedeutender Wissenschaftler und Philosophen von der Antike bis zur Renaissance. Die Zusammenkunft findet in einem zentralperspektivisch konstruierten, monumentalen Innenraum statt, der den Entwurf Bramantes für den Neubau der frühchristlichen Basilika von St. Peter zum Vorbild hat.
Das Fresko verherrlicht im Sinne der Renaissance das antike Denken als Ursprung der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und Wissenschaft.

Pythagoras mit seinen Schülern (Studie für die "Schule von Athen" - Stanza della Segnatura - Vatikan)

Die Zeichnung „Pythagoras mit seinen Schülern“ aus der Graphischen Sammlung der Albertina zeigt eine Studie für die „Schule von Athen“. Im ausgeführten Werk befinden sich Pythagoras und die um ihn gruppierten Personen in der linken Hälfte im Vordergrund.
Auf einem Sockel sitzend schreibt Pythagoras gerade in ein Buch. Die Studie ist dem ausgeführten Werk schon sehr nahe, allerdings rücken die Figuren im Fresko näher zusammen und die Haltung des Pythagoras ist etwas aufrechter.
Die Zeichnung ist mit Silberstift auf grau grundiertem Papier gefertigt. Weißhöhungen verstärken die Plastizität der Körper und Formen.

Montag, 21. Februar 2011 um 17:40:19 von Kulturpool Redaktion

Tilla Durieux

Anlass
40. Todestag
Smartwork Tilla Durieux

Tilla Durieux, die gefragteste Schauspielerin der Weimarer Republik, wurde als Ottilie Helene Godeffroy am 18.8.1880 in Wien geboren, wo sie auch ihre Schauspielausbildung absolvierte. Später nahm sie als Künstlernamen den Geburtsnamen ihrer Großmutter väterlicherseits an, da ihre Eltern, der Chemieprofessors Richard Godeffroy und die ungarischen Pianistin Adelheid Godeffroy, mit der Berufswahl ihrer Tochter nicht einverstanden waren.

Ihr Debüt feierte Tilla Durieux 1902 im mährischen Olmütz. Nach einigen kleineren Engagements in Breslau und Stuttgart, spielte sie von 1903 bis 1911 an den Bühnen Max Reinhardts in Berlin. Von 1911-1914 trat sie am Berliner Lessingtheater und am Münchner Künstlertheater auf.
Am Beginn des ersten Weltkriegs tritt sie, für ein Jahr, in den Dienst als Krankenschwester im Mannschafts-Lazarett in Berlin-Buch.
In den Zwanzigerjahren avanciert sie zur gefragtesten Schauspielerin der Weimarer Republik und gibt Rollen-Gastspielen in Wien, Berlin, Den Haag und Düsseldorf.

Tilla Durieux als "Potiphar´s Weib" Fotografie von Becker&Maass Tilla Durieux als „Anna Gräfin Werdenfels“ Fotografie von Becker&Maass Tilla Durieux als “Medea” Fotografie von Hanns Holdt Tilla Durieux in dem Stück “Franziska” Fotografie aus dem Atelier Willinger

Wichtige Rollen waren unter anderem als Gräfin Werdenfels in Frank Wedekinds „Der Marquis von Keith“(1920), Potiphars Weib in dem Ballett "Josephslegende" (1921) an der Berliner Staatsoper,„Medea“ am Münchner Nationaltheater und „Franziska“ in Frank Wedekinds gleichnamigem Drama in der Wiener Inszenierung von 1924.
1928 veröffentlicht die Schauspielerin den Roman „Eine Tür fällt ins Schloss“.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verlässt sie gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann, dem Unternehmer Ludwig Katzenellenbogen, Deutschland und siedelt zunächst ins schweizerische Ascona. Bis Ende 1933 ist Durieux bei Gastspielen in Berlin, im Elsass, in Holland, Österreich, in der Schweiz, in Skandinavien, in der Tschechoslowakei, in Belgrad und Zagreb zu sehen. 1934 geht Durieux mit ihrem Ehemann nach Zagreb ins Exil. 1936/37 kehrt sie noch einmal für eine Dozentenstelle ans Salzburger Mozarteum zurück.
1938 eröffnete Durieux in Abbazia (Opatija / Kroatien) das Hotel Cristallo, das sie zwei Jahre lang mit ihrem Ehemann Ludwig Katzenellenbogen leitete.
Nach dem faschistischen Überfall auf Jugoslawien 1941 wird Ludwig Katzenellenbogen in Abwesenheit von Tilla Durieux verhaftet, nach Berlin verschleppt und stirbt dort zwei Jahre später in Haft. Daraufhin unterstützt Durieux den illegalen Widerstand in Zagreb und beginnt mit der Niederschrift ihrer Lebenserinnerungen, die 1954 unter dem Titel „Eine Tür steht offen“ erscheinen.
In den 50er und 60er Jahren wirkte sie in zahlreichen Theaterrollen in der ganzen Bundesrepublik Deutschland, sowie in Filmen, Fernseh- und Hörspielen mit, für die sie zahlreiche Ehrungen erhielt.
Tilla Durieux stirbt im Alter von 90 Jahren am 21.2.1971 an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruchs in Berlin.