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Dienstag, 16. März 2010



Donnerstag, 11. März 2010


Donnerstag, 11. März 2010 um 14:59:36 von Kulturpool Redaktion

''leider bleibe ich ein eingefleischter Wiener'' - Gustav Mahler und Wien

Ausstellung
Österreichisches Theatermuseum
11. März - 3. Oktober 2010

"Gustav Mahler" Fotografie von Moriz Nähr

Gustav Mahler (1860–1911) gilt als Genie des Fin de Siècle und zu gleichen Teilen als Vollender der romantischen Symphonie und als Wegbereiter der Neuen Musik.
Die 150. Wiederkehr seines Geburtstags nimmt das Österreichische Theatermuseum zum Anlass, dem Komponisten und Hofoperndirektor in seinen vielfältigen Beziehungen zu Wien nachzuspüren.

Von der Ausbildung des hochbegabten 15-Jährigen über die bahnbrechende Opernreform gemeinsam mit dem Bühnenbildner Alfred Roller und die internationalen Erfolge als Dirigent bis zur Heimkehr des Todkranken erzählt die Ausstellung von Leben und Werk einer paradigmatischen Künstlerpersönlichkeit, die – geprägt vom fruchtbaren Spannungsfeld der „Wiener Moderne“ – die Welt der Musik weit über den Tod hinaus beeinflusst hat.

Die Ausstellung im Theatermuseum, von 11. März 2010 bis 3. Oktober 2010, wurde von Reinhold Kubik und Thomas Trabitsch kuratiert und von Blaich + Delugan gestaltet. Sie entstand in Kooperation mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, dem Arnold Schönberg Center, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Österreichischen Nationalbibliothek, den Wiener Philharmonikern u. a. Wichtige Leihgaben verdankt sie weiters der Morgan Library and Museum New York, dem Magyar Nemzetí Múzeum in Budapest, der Médiatèque Musicale Mahler in Paris und dem Richard-Wagner-Museum in Bayreuth.

Inhalt aus www.kulturleben.at

Dienstag, 16. März 2010 um 17:27:51 von Kulturpool Redaktion

Masken

Information
Dieser Blogeintrag ist auch als Smartwork verfügbar!
Smartwork Masken

Die "Maske" ist Teil der frühesten künstlerischen Produktion der Menschheit überhaupt und diente über alle Zeiten hinweg in den unterschiedlichsten Kulturen stets als Instrument und Medium kulturstiftender Prozesse.
Als Bestandteil des Ahnen-, Toten- und Erinnerungskult fällt den Masken eine rituelle Funktion zu, die von der Antike bis heute Gültigkeit besitzt. Fotografien aus der Sammlung des Völkerkundemuseums demonstrieren beispielhaft diesen rituellen Gebrauch.
Der Maskentanz afrikanischer Stammesleute verdeutlicht ihre Huldigung gegenüber ihrem König.
Die um 1912 entstandene Fotografie wurde in Kamerun aufgenommen und zeigt die Masken der Pet-Leute. Diese leben östlich von Fumban, der Hauptstadt des Bamum-Königreiches, von dem sie unterworfen worden waren. Mit dem Maskenauftritt in Fumban erwiesen Sie dem Bamum-König ihre Ehrerbietung.

Maskentänzer in Bamum Aboriginal mit Teufelsmaske

Ebenfalls einen rituellen Hintergrund hat die um 1900 entstanden Fotografie eines Aboriginal mit einer Teufelsmaske.

Eine lange Tradition hat die Maske auch im Bereich des Theaters. Typisierte Masken dienten in der Antike den Schauspielern dazu die Gefühle ihres Charakters besser zum Ausdruck bringen zu können und mittels der Ausbildung des Mundes als Schalltrichter den Schall zu verstärken. Somit verfolgte die Maske nicht nur einen rein ästhetischen Zweck, sondern hatte auch eine technische Funktion.

Silensmaske

In ähnlicher Form können auch jene Masken beschrieben werden, die in der Architektur ihre Verwendung finden. Die dekorativen Bauelemente der Gotik, Renaissance und des Barocks fungieren oftmals als Wasserspeier, Türklopfer oder Schlusssteine.
Ein Beispiel dafür zeigt die Antikensammlung des KHM mit einer Silensmaske, die zur Ausschmückung römischer Villen und Privathäuser diente und ins 2. Jahrhundert nach Christi datiert wird.
Silens ist eine Figur der griechischen Mythologie und wird von dem Dichter Ovid als
dicker, glatzköpfiger Erzieher des Bacchus, des römisches Gottes des Weines beschrieben.

Maskenrelief

Ebenfalls ins 2. Jahrhundert n. Chr. wird ein Maskenrelief aus Marmor datiert.
Auf der linken Seite des Reliefs sind eine bärtige komische und eine unbärtige dionysische Maske auf einem Felsband dargestellt. In der rechten unteren Ecke lehnt eine weitere komische Maske, die wie die erste den Mund weit aufgerissen hat. Dazwischen befindet sich ein Pfeiler, an den der Krumme Stab des Hirten gebunden ist. Darunter liegt eine Lyra. Von rechts kommt ein kleiner Eros herbeigeflogen, der entsetzt vor den fratzenhaften Masken zurückschreckt.

Die dionysischen Attribute, Tympanon (Handtrommel), Doppelflöte und Thyrsosstab in der rechten oberen Ecke sind ergänzt.

Kulturpool bietet neben den bereits erwähnten Beispielen eine Fülle von Objekten, die die unterschiedlichen Aufgaben und Kontexte verdeutlichen und mit denen das Thema „Maske" in Verbindung gebracht werden kann.